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Frankreich

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Elsass | Top

Marc Kreydenweiss, Andlau

Seit nunmehr 22 Generationen befindet sich die Domaine Kreydenweiss in Familienbesitz und war immer eine gute Adresse im Elsass. Seit aber Marc Kreydenweiss den Betrieb führt und 1989 auf biodynamischen Anbau umstellte, nahmen die Qualität und damit einhergehend die Reputation noch einmal deutlich zu. Heute ist die Domaine nicht nur eine der ersten Adressen im Elsass, sondern Frankreichs überhaupt; Weltklasse nach Meinung mancher Liebhaber. Die Weine von Kreydenweiss sind mineralisch und körperreich. Sie sind unabhängig von Moden und Trends: üppig, sinnlich und trocken, von geradezu rubensartiger Statur und dennoch von großer Feinheit. Das er seine Weißweine in der Regel dem malolaktischen Säureabbau unterzieht macht sie besonders bekömmlich, mild und regelrecht "trinkig" wie die Freunde aus der Schweiz sagen und das meint wirklich etwas anderes als "süffig"! O-Ton Kreydenweiss: "Das sind Weine zum Trinken und keine Degustationsmonster, sie besitzen einen moderaten Alkoholgehalt und wecken in mir nach dem Genuss einer Flasche den Wunsch, genau davon noch eine weitere zu öffnen."

Kritt Pinot Blanc AC Alsace 2008 W | BIO

Rebsorte(n) Pinot Blanc, Auxerrois.
Charakter Den Auftakt macht ein Duft nach feiner mineralischer Säure und reifem gelb-grünem Steinobst, am Gaumen körperreich, in sich ruhend, dabei von deutlich mineralischer Prägung, mit feiner Säure, rassig, druckvoll, auch hier deutliche Steinobstaromatik (Renecloden).
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur 10 - 12 Grad.
Begleitung Gerne Flammekueche, aber auch ein leider etwas aus der Mode gekommenes Hühnerragout oder Leipziger Allerlei.
Preis 10,90 Euro 0,75 Liter / 14,53 Euro Liter

Riesling Andlau AC Alsace 2008 W | BIO

Rebsorte(n) Riesling.
Charakter Zurückhaltend und fein in der Nase, dabei sehr vielschichtig nach Pfirsich, Melone und Steinobst duftend, am Gaumen werden die weinig-fruchtigen Aromen von satter Mineralität durchzogen und dominiert. Sehr präsent.
Bewertungen/Auszeichnungen Im Frühjahr 2010 veranstaltete die Weinwelt eine Verkostung mit 70 Elsässer Weinen. Platz 1 bekam mit 95 Punkten der Riesling Andlau von Kreydenweiss, Zitat: "Ausnahmewein! Kein Grand Cru, aber einfach großartig: Im überaus spannenden Duft eine interessante Komposition aus zarten Kräuter- und Würznoten sowie Pfirsich- und Zitrusfrucht. Vollsaftig und tiefgängig mit subtiler Art, Biss und Würze, ein Monument!"
Alkoholgehalt 12,5 %, Trinktemperatur 10 - 12 Grad.
Begleitung Ideal zu den üppigen Klassikern aus dem Elsass mit Fleisch, Wurst und Rieslingkraut.
Preis 12,90 Euro 0,75 Liter / 17,20 Euro Liter

Kritt Gewürztraminer AC Alsace 2008 W ausgetrunken

Rebsorte(n) Gewürztraminer.
Charakter Es sind die typischen Aromen des Gewürztraminers die man riecht: Rosen, daneben aber auch weiße Baumblüten und den Kalk auf dem der Wein wächst und er verströmt diesen Duft sehr diskret, nicht laut. Am Gaumen satt, körperreich, eine Spur Fett, nicht wirklich süß und mit einer enormen inneren Spannung, satt und lang wie ein tiefer Glockenklang.
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur 10 - 12 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen In der schon zitierten Frühjahrsverkostung der Weinwelt platzierte sich auch der Gewürztraminer von Kreydenweiss: "Die Leichtigkeit des Seins: Trotz kräftiger 13,5 Umdrehungen präsentiert sich der Kritt (im Duft sehr sauber und animierend) fast filigran-saftig, rund und pikant und bei aller Süße — bescheidene 20 Gramm pro Liter — elegant, ohne Übertreibung der Tramineraromen. 93 Punkte, internationale Spitze!"
Begleitung Zum Beispiel Leberpastete, gerne die Variante mit Rosinen.
Preis 17,90 Euro 0,75 Liter / 23,87 Euro Liter

 

Willy Gisselbrecht, Dambach-La-Ville

Riesling d'Alsace AC 2008 W

Rebsorte(n) Riesling.
Charakter Seine aromatische Basis könnte man auf die Formel "Limestone" bringen, was meint: weiße, glatte Mineralität gepaart mit Zitrusaromen, was ihn sonst auszeichnet: kräftig und vollmundig doch schlank dabei.
Alkoholgehalt 12 %, Trinktemperatur 12 - 14 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Erhielt beim Concours General Agricole 2009 in Colmar eine Medaille D'Or — quasi wie im Abonnement.
Begleitung Fisch, helles Fleisch, Flammekueche und natürlich Choucroute garnie, der üppige Klassiker aus dem Elsass mit reichlich Fleisch, Wurst und Rieslingkraut.
Preis 9,90 Euro 0,75 Liter / 13,20 Euro
Liter

Gewurztraminer d'Alsace AC 2007 W ausgetrunken

Rebsorte(n) Gewürztraminer.
Charakter Gehaltvoll, mit leichter Restsüße und den typischen, ausgeprägten Aromen von Rosen und Lychee.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 12 - 14 Grad.
Begleitung Auch wenn die Elsässer zum salzigen Guglhupf einen Muscat favorisieren, der Gewürztraminer gibt ebenfalls einen guten Begleiter ab.
Preis 9,90 Euro 0,75 Liter / 13,20 Euro Liter

Pinot noir d'Alsace AC 2010 R

Rebsorte(n) Pinot noir.
Charakter Schlanker Wein mit kühler, leichtfruchtiger Aromatik.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 12 - 16 Grad.
Begleitung Zu leichten Gerichten von hellem Fleisch, auch zu gebratenem Seefisch.
Preis 8,90 Euro 0,75 Liter / 11,87 Euro Liter

Burgund | Top

Domaine Sainte Claire, Jean-Marc Brocard, Prehy Domaine Sainte Claire

Jean-Marc Brocard begann seine Karriere als Winzer vor rund 30 Jahren mit einem Hektar (!) Rebland. Inzwischen sind es über 100 und seine Weingärten umfassen weit mehr als die Domaine Sainte Claire. Es ist ein atemberaubender Aufstieg, den er genommen hat und ungeachtet der inzwischen erreichten Größe des Betriebes ist Qualität das oberste Gebot. So schrieb der Guide Hachette (2003) zum Chablis von Sainte Claire: "Die 100 ha dieses Gutes sind für einen der überwältigendsten Erfolge in jüngster Zeit verantwortlich. ... Ach, wenn man doch immer Weine wie diesen hier machen würde!"

Chablis AC 2007 W

Rebsorte(n) Chardonnay.
Charakter Voll, nervig, steinig, fett, aufsteigende, den ganzen Gaumen subtil erregende Ausstrahlung.
Alkoholgehalt 12,5 %, Trinktemperatur um 10 Grad.
Besonderheiten Neben dem Cabernet Sauvignon ist der Chardonnay die inzwischen wohl "internationalste" Rebe, man findet sie von Nordamerika bis Australien und Südafrika. Mancher Weinfreund reagiert auf diese Omnipräsenz mit der Replik "ABC", anything but Chardonnay. Aber: "Nirgendwo ergibt die Chardonnay-Traube auf ihrem Siegeszug durch die Weingärten der Welt so volle und saubere, gleichzeitig aber auch nervige und steinige Weine wie auf den schweren Kalksteinböden des Chablis." Soweit Hugh Johnson; Jean-Marc Brocard wird von ihm zu den Spitzenproduzenten in Chablis gezählt.
Begleitung Weiße kräftige Fische, Muscheln, Kalbfleisch und Huhn, getrüffelt oder nicht.
Preis 12,70 Euro 0,75 Liter / 16,93 Euro Liter

 

Domaine Goisot, Jean-Hugues und Ghislaine Goisot, Saint-Bris-le-Vineux

Chardonnay Côtes d'Auxerre AC 2007 W | BIO ausgetrunken

Rebsorte(n) Chardonnay.
Charakter Klar mineralisch, weinig, frisch, köstlich säuerlich, gleichzeitig rund und schlank; herrlich frisch und nördlich.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 10 - 12 Grad.
Begleitung Kräftige weiße Fische, Muscheln, Kalbfleisch und Huhn, mit oder ohne Trüffel, und natürlich solo.
Preis 12,90 Euro 0,75 Liter / 17,20 Euro Liter

 

Domaine Stéphane Aladame, Montagny-les-Buxy

Der junge Stéphane Aladame galt als die große Hoffnung der, geografisch wie qualitativ, zwischen Mâcon und Meursault gelegenen Appellation. Noch bevor er die Winzerausbildung abschließen konnte, übernahm er sein kleines Gut. Schon die ersten Jahrgänge sorgten für Aufsehen und da sie, gemessen an ihrer Qualität, sehr günstig sind, finden sie in der heimischen Gastronomie reißenden Absatz. Wie gesagt, er galt als Hoffnung, mittlerweile ist er der Spitzenerzeuger in Montagny.

Montagny Premiere Cru 2008 W

Rebsorte(n) Chardonnay.
Charakter Ein feingliedriger athletischer Körper, nussige, reife Aromen.
Alkoholgehalt 12,5 %, Trinktemperatur 12 - 14 Grad.
Begleitung Heller, kräftiger Fisch, Kalbfleisch und Huhn. Hugh Johnson empfiehlt mit als erste Wahl Seezunge oder Steinbutt.
Preis 16,90 Euro 0,75 Liter / 22,53 Euro Liter

 

Domaine Rossignol-Trapet, Gevrey-Chambertin

Burgunder, das hat einen magischen Klang, schon das Wort ist voller Verheißung. Es repräsentiert weit mehr als eine "Marke", es repräsentiert einen Mythos, Jahrhunderte alt. Im Alltag, sprich in der direkten Begegnung mit zeitgenössischen Erzeugnissen, herrscht allerdings oft Ernüchterung ob der gebotenen Qualität. Allzu schluderig gingen manche Winzer in den vergangenen Jahrzehnten mit dem Erbe um. Doch es herrscht Aufbruch in der Region, junge Winzer wie renommierte Domainen (Romanée Conti) besinnen sich auf den Ursprung und erzeugen in biologischer oder biodynamischer Wirtschaftsweise klassische Burgunder die diesen Namen zu Recht tragen. Die Revue du Vin de France bringt es folgendermaßen auf den Punkt: "Man kann von einer Revolution sprechen ... Es gibt nichts wichtigeres in der heutigen französischen Weinwelt als die Erneuerung Burgunds." In Gevrey-Chambertin, mit seinen 9 Grand Cru-Lagen das Herz der Côte de Nuits, gehören die Brüder David und Nicolas von der Domaine Rossignol-Trapet zu den Revolutionären. Ihre biodynamisch von sehr alten Rebstöcken (teilweise vor dem ersten Weltkrieg angelegt) erzeugten Burgunder erregen seit einigen Jahren Aufmerksamkeit bei Weinfreunden wie bei der Fachöffentlichkeit. Jancis Robinson stellte die 2005er Spitzenweine von Rossignol-Trapet auf eine Stufe mit den Top-Weinen so legendärer Erzeuger wie eben der Domaine de la Romanée Conti. Der französische Burgundkenner Patrick Essa urteilt ähnlich euphorisch: "Die noch relativ unbekannten Gebrüder Rossignol-Trapet haben ihre Qualitäten in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Ihre Pinot noirs gehören zum höchsten Qualitätsniveau von Gevrey-Chambertin."

Bourgogne rouge AC 2006 R | Bio

Rebsorte(n) Pinot noir.
Charakter Im Duft: Wald, zartes Holz, Kirsche, Kakao. Am Gaumen: Kirsche, leicht frische Säure, sehr samtige, leicht adstringente Gerbstoffe und ein schlanker, aber kräftiger Körper. Die Aromen (Herbst 2008) noch etwas unvermählt, aber sehr verheißungsvoll. Allen Meadows, ein renommierter Burgundkenner lobt ihn: "This is very Gevrey in character."
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Zu mittelkräftigen Fleischgerichten und Niederwild.
Preis 14,90 Euro 0,75 Liter / 19,87 Euro Liter

Gevrey-Chambertin AC 2006 R | Bio

Rebsorte(n) Pinot noir.
Charakter Im Prinzip könnte man die Beschreibung des Bourgogne rouge übernehmen. Zu bemerken bleibt allerdings, es treten weitere Aromenaspekte wie Blaubeeren, Brombeeren, Cassis hinzu, der Wein ist um einiges komplexer, konzentrierter und tiefer. Sehr fein in den Tanninen, sehr dosiert im Holzeinsatz. Kein Grand Cru, aber ein Village von 5 Parzellen dessen Anmutung man ebenfalls nachsagen kann: very very Gevrey.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Natürlich zu einem Klassiker wie Coq au vin, vorausgesetzt man nimmt auch wirklich einen ausgewachsenen Hahn (ersatzweise, weil kaum zu bekommen, auch Poularde oder Masthahn), kein Suppenhuhn! Sonst lieber eine Taube, Fasan, Hase, Wildschwein.
Preis 32,50 Euro 0,75 Liter / 43,33 Euro Liter

Aux Ételois AC Gevrey-Chambertin 2006 R | BIO

Rebsorte(n) Pinot noir.
Charakter Leicht röstig, amalgamiert mit zart balsamisch überlagerten Noten von hellen und dunklen Waldbeeren, auch Kakao und floralen Aspekten wie Veilchen, so präsentiert er sich der Nase. Die feinen Röstnoten zeigen sich auch am Gaumen, schwebend über zart-süßlicher Beerenfrucht, gepowert (hier macht das Wort wirklich mal Sinn) von belebender, frischer Säure — wahrhaft vital — und feinstkörnigen (leicht knirschend wie nasser Sand) Gerbstoffen. Die Lage Aux Ételois ragt wie die Spitze eines Dreiecks in die beiden Grand Cru Lagen Charmes und Griotte hinein und die Trauben sind so kleinbeerig, dass sie sich am Stock nicht berühren. Es ist ein Village-Wein von echtem Format. Patrick Essa, der renommierte Burgundkritiker, notierte begeistert zum 2005er: "Das ist der Wein aus Gevrey, der am meisten an Chambolle erinnert. Ich kann mich irren, aber ich bin fest überzeugt, dieser delikate, zutiefst harmonische Wein hat das Niveau eines Grand Cru!"
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Boeuf Bourgignonne zum Beispiel.
Preis 39,90 Euro 0,75 Liter / 53,20 Euro Liter

 

Jura | Top

Domaine André et Mireille Tissot, Montigny

Stéphane Tissot pflegt seine über viele Parzellen verstreuten Reben in den Hügeln um Arbois mitten im Herzen des französischen Jura, mit Enthusiasmus und profundem Engagement. Seine an aromatischer Präzision kaum zu überbietende Stilistik basiert auf erstklassigem gesundem Lesegut. Seit 1992 arbeitet Stéphane Tissot ökologisch, seit 2003 biodynamisch. Tissots eigenwillige Rot- und Weißweine konfrontieren mit den Grenzen der Wahrnehmung und der herkömmlichen Geschmackserfahrung. Es sind keine netten „schönen“ Entspannungsweine, sondern komplexe spannende Weine, die fordern. Sie setzen neben Zeit auch den Willen voraus, sich mit ihren Eigenarten auseinanderzusetzen.

Arbois Sélection AC 2005 W | BIO

Rebsorte(n) Savagnin, Chardonnay.
Charakter Außerordentlich charaktervoll, herb, mit leichten Oxydationsnoten bei klarer Frucht.
Besonderheiten Biologischer Anbau.
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur 10 - 12 Grad.
Begleitung Zu kräftigen, gebratenen Fischen, würzigen Pilzgerichten und natürlich zu Comté, dem Käse aus dem Jura.
Preis 16,50 Euro 0,75 Liter / 22,00 Euro Liter

Traminer Arbois AC 2006 W

Rebsorte(n) Savagnin.
Charakter Ein wahrhaft frischer Traminerduft mit einem Anflug von herben Zitrusfrüchten (Pomeranzen, Limonen) und sonnengetrockneten Strohspelzen belebt die Nase. Im Mund zeigt er leichten Schmelz und feine Säure, die Tramineraromen sind typisch, in keinster Weise aufdringlich und dennoch treten sie mit einer geradezu gebündelten Strahlkraft auf. Der Wein ist trocken, von höchster Klarheit und so präzise konturiert wie ein Scherenschnitt.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur um 10 Grad.
Begleitung Zur Gänseleber selbstverständlich, aber auch zu einfacheren Pasteten und Confit.
Preis 17,90 Euro 0,75 Liter / 23,87 Euro Liter

Singulier Trousseau Arbois AC 2004 R | BIO

Rebsorte(n) Trousseau.
Charakter Der Singulier (seltsam, ausgefallen, sonderbar) Trousseau (autochthone Rebe des Jura), trägt seinen Namen zu Recht, er ist ein echtes Original. Der Wein ist recht hellrot mit Orangetönen und, da nicht filtriert, nicht wirklich klar. Der Duft ist eher diskret, aber komplex, es finden sich Anklänge an Pflaume, Leder, herbe Grapefruit, Gerbstoff. Grapefruit kommt auch, neben herb-weinigen Aspekten, frischen Gerbstoffen und ebenso frischer Säure im Geschmacksspektrum vor. Es ist ein Wein von urwüchsiger Kraft und Originalität, im Glas produziert er satte Kirchenfenster und in der offenen Flasche hält er sich tagelang ohne Ermüdung zu zeigen.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 10 - 12 Grad.
Begleitung Im Schlosshotel Lerbach begleitet er gebratenen Seeteufel mit Pilzen.
Preis 18,90 Euro 0,75 Liter / 25,20 Euro Liter

Loire | Top

Cave du Château de la Morandière, Mouzillon

Muscadet de Sevre et Maine AC 2006 W

Rebsorte(n) Melon de Bourgogne.
Charakter Paradebeispiel für einen feinen, kochentrockenen Muscadet von Format. Leicht, weinig, mit feiner Mineralität und einem hauchzarten Anflug von Zitrusblüte. Wenn überhaupt, dann bekommt man hierzulande meist einen jungen, säuerlichen Muscadet zum schnellen Verbrauch. Kaum bekannt sind dagegen die seriösen, lagerfähigen Varianten, die auch nach zehn Jahren noch Freude machen.
Alkoholgehalt 12 %, Trinktemperatur 8 - 10 Grad.
Begleitung Die Empfehlung der Erzeugerfamilie Déramé ist schwarzer Heilbutt oder im Papier gebackener Lachs. Austern und alles andere aus dem Meer geht auch. Eine Traumkombination könnte Taschenkrebs sein.
Mittlerweile wurde das verifiziert. Taschenkrebs mit leichter Knoblauchmayonaise und ein wenig Baguette. Köstlich!

Preis 6,90 Euro 0,75 Liter / 9,20 Euro Liter

 

Domaine François Chidaine, Husseau

Touraine Sauvignon Collection AC 2009 W | BIO

Rebsorte(n) Sauvignon Blanc.
Charakter Reife Fruchtaromen, voller, ausgewogener Geschmack; ein Sauvignon wie aus dem Bilderbuch.
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur 8 - 10 Grad.
Besonderheiten Biologischer Anbau.
Begleitung Leichte Gemüsegerichte, Avocado, luftgetrockneter und geräucherter Schinken und Ziegenkäse.
Preis 8,90 Euro 0,75 Liter / 11,87 Euro
Liter

Clos du Breuil Montlouis sur Loire AC 2007 W | BIO

Rebsorte(n) Chenin Blanc.
Charakter In der Nase weiße Baumblüten und Wein und ein Hauch herber Honig, mineralisch, nachhaltig, ausdrucksvoll.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 8 - 10 Grad.
Besonderheiten Biologischer Anbau.
Begleitung Gebratener Seefisch, solo.
Preis 17,50 Euro 0,75 Liter / 23,33 Euro Liter

 

Château Favray, Saint Martin sur Nohain

Pouilly-Fumé AC 2009 W

Rebsorte(n) Sauvignon Blanc.
Charakter Mineralisch, fruchtig mit feiner Säure, kraftvoll und doch elegant mit der typischen leichten Feuersteinnote. Auch wenn der kleine Johnson meint der Pouilly-Fumé sei von einem Sancerre kaum zu unterscheiden, dieser ist etwas runder mit präsenterer Frucht.
Alkoholgehalt 13 %, Trinktemperatur 8 - 10 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Wie der Sancerre, aus der am anderen Loireufer gelegenen Zwillingsgemeinde, gilt auch der Pouilly-Fumé als das Musterbeispiel eines Sauvignon Blanc. Der kleine Johnson bewertet die Appellation mit ** - ****, Château Favray zählt er zu den Spitzenerzeugern.
Begleitung Weiße, nicht zu fette Fische, Salate mit Meeresfrüchten, thailändische Gerichte, Ziegenkäse, bevorzugt aus dem Loiretal.
Preis 13,90 Euro 0,75 Liter / 18,53 Euro Liter

 

Domaine de Nerleux, Saint Cyr en Bourg

Die Domaine de Nerleux — übersetzt aus dem Altfranzösischen heißt das so etwas wie das Haus der schwarzen Wölfe — befindet sich heute in achter Generation im Besitz von Elisabeth and Régis Neau. Ihre Weinberge sind begrünt und man achtet auf biologisch unbedenkliche Maßnahmen und nachhaltiges Wirtschaften. Das Durchschnittsalter der Reben beträgt 25 Jahre, die ältesten aber wurden schon 1933 gepflanzt.

Clos de Châtains, Vieilles Vignes, Saumur-Champigny AC 2009 R

Rebsorte(n) Cabernet Franc.
Charakter Gerbstoffgeschwängerte, weinige Nase, saftig, weinig mit schönem Gerbstoffbiss und blau-schwarzer Beerenfrucht; von ausgesprochen kühl-frischer Art, feines, regelrecht feinkörniges Tannin, leichte Adstringenz. Karaffieren ist sinnvoll.
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur um 16 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Hugh Johnson bewertet die Appellation mit **-***, die Domaine de Nerleux gilt ihm als einer der führenden Erzeuger. Der 2008er Jahrgang brachte es auf 3 Sterne und den Coup des Coeur des Guide Hachette.
Begleitung Leichte Fleischgerichte, kalter Braten, traditionell auch mit Ziegenkäse der Region. Der Winzer selbst empfiehlt Reblochon und gegrilltes Fleisch; auch zu einem kräftigen gebratenen Seefisch interessant.
Preis 11,90 Euro 0,75 Liter / 15,87 Euro Liter

 

Bordeaux | Medoc | Top

Château des Eyrins, Margaux

Kein Wein der Welt ist wohl so zum Begriff für Wein schlechthin geworden wie der Bordeaux. Diese quasi zum Markenzeichen avancierte Herkunftsbezeichnung steht allerdings, entgegen der scheinbaren Eindeutigkeit des Begriffs, für eine enorme Vielfalt von Weinen und Weinphilosophien. Bordeaux, diesen Namen tragen sowohl belanglose Tropfen wie einige der teuersten Weine der Welt. Einer der bekanntesten Namen unter den letzteren ist Château Margaux, von dem Hugh Johnson unumwunden sagt: "Das großartigste aller Château von Bordeaux. Château Margaux im Ort Margaux."

Für eben dieses Château Margaux arbeitete über drei Generationen, von 1904 bis 1996, die Familie Grangerou als Kellermeister. Unterbrochen wurde die Tradition erst als sich Eric Grangerou, nach abgeschlossenem Weinbaustudium, entschloss nicht in die Fußstapfen seines Vaters, Großvaters und Urgroßvaters zu treten, sondern sich mithilfe einer kleinen, unmittelbar an Château Margaux angrenzenden Parzelle, selbständig zu machen. Allerdings bleibt er der Tradition von Château Margaux verbunden, im Bestreben klassische Weine zu machen, die sich durch Finesse, Eleganz, Frische, Balance, eine insgesamt eher "kühle" Stilistik und moderate Alkoholwerte auszeichnen. Und wenn er hinsichtlich der Qualität durchaus in Konkurrenz zu den berühmten Weinen tritt, welche Papa und Großpapa mit verantworteten — die Revue du Vin de France nennt ihn schon heute "Champion de Bordeaux" — hinsichtlich der Preise ist Eric Grangerou erfreulich bescheiden geblieben.

Cru Monplaisir AC Bordeaux 2009 R

Rebsorte(n) Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc.
Charakter Er duftet zunächst hell nach leicht säuerlichen Kirschen, unterlegt von einem zarten Tanninhauch, später tritt auch Cassis hinzu; auch am Gaumen klare, frische, leicht säuerliche Kirschfrucht, die milden Tannine, zunächst nur unterschwellig präsent, treten erst gemächlich in den Vordergrund. Ein schlanker, bei aller jugendlichen Frische, sehr komplexer Wein mit leichter Mineralität, der schon jetzt erfreulich zugänglich ist. Im Jahrgang 2009 ungewöhnlich üppig.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur um 16 Grad.
Preis 10,90 Euro 0,75 Liter / 14,53 Euro Liter

Margaux rouge AC 2004 R

Rebsorte(n) Cabernet Sauvignon, Merlot, Petit Verdot.
Charakter Der Margaux ist das Flaggschiff des Château. Feine Röstaromen, schwarze Kirschen, auch Kakao dominieren dien Auftritt in der Nase, damit ist das Spektrum aber bei weitem nicht erschöpft, seine Komplexität bringt ständig neue Aspekte hervor. Am Gaumen säurefrische, pikante Frucht von schwarzen und roten Beeren, fein-süßliche Gerbstoffe, auf dezenteste Weise adstringent, auf charmante Art kernig. Er repräsentiert Bordeaux in vorbildlicher Weise: schlanker Körper, niedriger Alkoholgrad und dennoch zeigt er enorme Präsenz, Dichte und Schliff. Dem Jahrgangsvorgänger aus 2003 verlieh die "Revue du vin de France" über die Höchstbewertung hinaus die seltene Auszeichnung "Coup de Coeur".
Alkoholgehalt 12,5 %, Trinktemperatur um 16 Grad.
Preis 27,90 Euro 0,75 Liter / 37,20 Euro Liter

 

Frankreich | Bordeaux | Côtes de Castillon | Top

Château de Chainchon, Castillon la Bataille

Unmittelbar neben der berühmten Appellation St. Emilion findet man die Côtes de Castillon. Hier startete 1995 Patrick Erésué mit dem gerade übernommenen elterlichen Weingut in eine neue, alte Zeit. Seine Reben stehen in Hanglagen süd- und südwestlicher Ausrichtung mit mineralreichen, aber so "armen" Böden, dass der Ertrag schon von Natur aus bei gerade einmal 40hl/ha liegt, eine außerordentlich geringe Menge. Die Kellerarbeit beschränkt sich auf das Notwendige, es kommt ein Mix aus neuen und zwei bis drei Jahre alten Barriques zum Einsatz, auf Schönung und Filtration wird verzichtet. Die, ähnlich wie in St. Emilion, vom Merlot dominierten Weine sind voller Frucht, geschmeidig, in keiner Weise eindimensional, fast schon elegant, reichhaltig und dabei für Bordelaiser Verhältnisse sehr preiswert. Wie kommt das? Die aktuelle Situation im Bordeaux ist sehr konträr. Es gibt die international als Marken etablierten Grand Cru Classé Chateaux und daneben tausende von "Nobodys" die ums Überleben kämpfen, insbesondere auf dem rechten Ufer. Die Situation ist dramatisch, zur Zeit geben rund 500 Produzenten im Jahr die Winzerei auf! Die Krise ist aber auch Chance, denn während im Medoc die Besitzverhältnisse qua Preis zementiert sind, die Güter teilweise von Multis gehalten oder gehandelt werden, bietet das rechte Ufer der Gironde jungen engagierten Winzern wie Erésué — der vorher als langjähriger Kellermeister und Önologe nicht unwesentlichen Anteil hatte am Aufstieg des Grand Cru Classé Gutes "Canon La Gaffelière" des Grafen Neippberg — die Möglichkeit zur Selbständigkeit. Sie nutzen diese Möglichkeit und heraus kommt Bordeaux wie man ihn sich wünscht: schmackhaft und bezahlbar.

Côtes de Castillon AC 2009 R

Rebsorte(n) Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon.
Charakter Etwas Gerbstoff, Pfeffer, rote Früchte und so etwas wie Nelkenpfeffer (?) schweben im Duft, geschmacklich prägen ihn rot-schwarze Beeren mit leicht süßlich schwerer Frucht, auch hier pfeffrige Aromen. Dem hervorragenden Jahrgang geschuldet ausgesprochen reich und satt.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Zu allem bereit, schmeckt auch leicht gekühlt zur Bouillabaisse.
Preis 6,90 Euro 0,75 Liter / 9,20 Euro Liter

 

Bordeaux | Côtes de Blaye | Top

Château Cap Saint-Martin, Saint-Martin-Lacaussade

An der Gironde, direkt gegenüber von Medoc, also auf dem "falschen" Ufer, liegen die Côtes de Blaye. Das Klima unterscheidet sich nicht wesentlich vom berühmten Nachbarn, ist jedoch etwas kühler, kontinentaler. Die Böden bestehen überwiegend aus Lehm über Kalkstein, die Winzer sind ehrgeizig und verwenden in ihren Cuvées einen recht hohen Anteil Merlot. Mithin ein hervorragendes Terroir für Schnäppchenjäger.

Première Côtes de Blaye AC 2009 R

Rebsorte(n) Merlot, Cabernet Sauvignon.
Charakter In der Nase ein feines Amalgam aus verhaltener, leicht kirschiger Frucht und dezenten Holztönen. Am Gaumen ist er frisch, gut strukturiert, fein mineralisch mit leichtem Säure- und Tanninbiß, im Abgang feine Herbe und insgesamt, dem Jahrgang geschuldet, von seltenem Reichtum.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Im Mai 2007 führte Der Feinschmecker auf der Suche nach authentischen, aber bezahlbaren Bordeaux-Weinen eine größere Degustation durch. Folglich bewegte man sich abseits der Renommieradressen und wurde fündig. Auf dem 2. Platz landete der Première Côtes de Blaye 2004 vom Château Cap Saint-Martin. Zitat : "Ein toller, authentischer Wein zum Essen: intensive, herbwürzige Frucht, seidig-kühle Textur mit animierend bissiger Säure und mineralischem Nerv! Dieses herzhafte Exemplar lässt viele hinter sich, die weitaus teurer sind und dabei furchtbar überambitioniert wirken."
Begleitung Wie es sich für einen guten Bordeaux gehört, ist er quasi universell einsetzbar.
Preis 7,90 Euro 0,75 Liter / 10,53 Euro Liter

Cuvée Prestige Première Côtes de Blaye AC 2008 R

Rebsorte(n) Merlot, Cabernet Sauvignon.
Charakter Konzentriert, prägnant, fruchtsatt. Ein Bordeaux von geradezu klassischem Format: Trotz der nicht unbeträchtlichen Alkoholgrade eher schlank wirkend mit distinguierter Nase und kühler, feinwürziger Präsenz.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Steak/Salat, aber auch ein kräftiger gebratener Seefisch.
Preis 11,90 Euro 0,75 Liter / 15,87 Euro Liter

 

Südwesten | Côtes des Gascogne | Top

Château du Cayrou, Jean Jouffreau, Puy-Lèvèque

Das Cahors, eines der ältesten und zumindest in früherer Zeit angesehensten Anbaugebiete Frankreichs, berühmt für seinen "schwarzen Wein", erlitt mehrfach herbe Schicksalsschläge. Nach einem "Weinkrieg" mit Bordeaux (die Kollegen versperrten einfach mal den Zugang zur See und damit den zentralen Vertriebsweg), der Reblausplage und schließlich einem verheerenden Frost, dem im Winter 1956 99 % der Rebstöcke zum Opfer fielen, war von der Appellation so gut wie nichts mehr übrig. Der Neubeginn setzte hauptsächlich auf die traditionelle, aber nicht einfache Malbecrebe. Das 1971 verliehene Prädikat AOC verlangt für einen Cahors A. C. wenigsten 70 % Malbec (im Cahors auch Cot oder Auxerrois genannt) und läßt ansonsten nur noch Merlot und Tannat zu. Er war schwierig der Neuanfang und brachte zunächst sehr derbe, rustikale Weine hervor. Erst Winzer wie Jouffreau, die mit den einschlägigen Mitteln des Qualitätsweinbaus wie Ertragsbeschränkung und biologischem Anbau arbeiten, brachten Cahors wieder in Reichweite des früheren Renommés.

Cahors AC 2005 R | BIO

Rebsorte(n) Malbec, Tannat, Merlot.
Charakter Dunkel und tiefgründig, herb, nicht fruchtbetont, mit feiner weiniger Strenge, mit einem dezenten doch nachhaltigen Aromenspektrum. Der Wein hat nichts lautes. Man stelle sich vor: Südwestfrankreich, eine Dorfschule, ein Pult. Und jetzt öffnet man das Pult und riecht (und schmeckt schon mit) warmes, sonnengetrocknetes Holz, Tintenkleckse und Bleistifte (Graphit), durch das offnene Fenster wehen schwer definierbare kräuterige und mineralische Aromen herein, wenig Frucht, das alles ist dunkel und warm.
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Besonderheiten Biologischer Anbau, Ausbau im Barrique. Der Urgroßvater der heutigen Generation rettete die letzten wurzelechten Malbecreben in Cahors vor der Reblaus.
Bewertungen/Auszeichnungen "Der kleine Johnson" zählt Château du Cayrou mit ** zu den Spitzenerzeugern in Cahors.
Begleitung Genießen Sie ihn für sich oder mit Weichkäse, bevorzugt mit Rotschmiere.
Preis 12,90 Euro 0,75 Liter / 17,20 Euro Liter

 

Südwesten | Madiran | Top

Domaine Berthoumieu, Viella

Südlich von Bordeaux, nördlich der Pyrenäen und östlich des Atlantik liegt das Gebiet welches man als Südwesten zusammenfasst. Auch hier trifft man die fast allgegenwärtigen Bordeauxsorten an, was das Gebiet jedoch interessant macht, sind die zahlreichen einheimischen Rebsorten wie Auxerrois, Fer Servadou, Len de L 'El, Ondenc, Négrette, Abouriou, Tannat und viele mehr. Einer der von ihnen erzeugten Weine, der Madiran, gilt den Fachleuten als der große Rotwein der Gascogne und Didier Barré als einer seiner jüngsten und begabtesten Botschafter. Alte Rebstöcke, teils über einhundert Jahre alt, höchst aufwendige Weinbergsarbeit und nicht weniger akribische Tätigkeit im Keller, die neben dem Einsatz von Barriques auch so avancierte Technik wie die Mikrooxydation einsetzt, lassen höchst individuelle, charakterstarke Weine entstehen. Während also die Fachwelt schon seit geraumer Zeit registriert hat, dass aus den vormaligen vor Tanninen strotzenden, äußerst rustikalen Weinen ansprechende bis elegante Essensbegleter und formidable Zechweine geworden sind, führen sie beim Rest der weintrinkenden Zunft noch ein Nischendasein. Das ist einstweilen nicht wirklich schlimm, denn es beschert einem Weine die ihren Preis mehr als Wert sind. Entdeckt hat das inzwischen auch die FASZ. Im Januar 2012 schreiben die Brüder Lange: "Während der Bordeaux mit allen Tricks und Kniffen moderner Önologie gemacht wird, um dem globalen Gaumen, dem Goût international, zu gefallen, bringt der Tannat all das, wonach die Önologen in Cabernet und Merlot verzweifelt suchen. Eindringlich und unverfälscht verkörpern die heiteren, kühl-distinguierten Tannatweine diesen Stil idealtypisch. … Nirgendwo fassen sich Fruchtsäure und Tannin so beherzt an den Händen wie in diesem schönen Wein."

Pacherenc du Vic-Bilh sec AC, Vieilles Vignes, 2009 W

Rebsorte(n) Gros Manseng, Petit Courbu, Petit Manseng.
Charakter Baumblütenduft, verhaltene Frucht und feine nussig-röstige Würze vom neuen Holz prägen den Duft, am Gaumen trotz des gut wahrnehmbaren Holzes ein voller und doch erfrischender Auftritt, leicht mollig aber nicht ohne Anmut.
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur 10 - 12 Grad.
Begleitung Meeresfrüchte, Muschelsuppe, Fisch sagt die Tradition, zu Kalb, zu Vitello Tonnato, könnte er eine Offenbarung sein.
Preis 10,90 Euro 0,75 Liter / 14,53 Euro Liter

Le Cadet, Madiran AC, 2009 R
Rebsorte(n) Tannat, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Pinenc.
Charakter Der Duft ist zurückhaltend von roten Früchten und Gerbstoff dominiert, leicht adstringent, saftig, leicht rauchig-kühl umspielt er den Gaumen, auch zarte Gewürznoten sind wahrnehmbar.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 14 - 18 Grad.
Begleitung Brotzeit, Terrinen, aber durchaus auch zur Muschelsuppe, überhaupt ist er ein guter Allrounder.
Preis 7,20 Euro 0,75 Liter / 9,60 Euro Liter

Haute Tradition, Madiran AC, 2009 R

Rebsorte(n) Tannat, Cabernet Sauvignon, Pinenc.
Charakter Kräftige Gerbstoffe, weinige rote Frucht, reif, reich und voll kühler Harmonie.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 14 - 18 Grad.
Begleitung Die Empfehlung des Gascogners: Entenbrust.
Preis 8,90 Euro 0,75 Liter / 11,87 Euro Liter

 

Rhône | Top

Domaine des Amouriers, Jocelyn Chudzikiewicz, Sarrians

Die Domaine des Amouriers, auf Deutsch das 'Gut der Maulbeerbäume', liegt im südlichen Rhônetal unweit Orange. Handwerklich grundsolide werden hier auf Moränenschotter und Schwemmlandböden kräftig-fruchtige Weine erzeugt, die nur zum kleinsten Teil ein Barrique sehen. Der Großteil der Weine wird in Edelstahl, aber auch Betontanks vinifiziert. Nachdem das Gut, den erstaunlichen Qualitäten zum Trotz, jahrelang eher ein Geheimtipp war, könnte sich die Situation jetzt langsam ändern. In der Septemberausgabe 2006 des Magazins Vinum wurde im Anschluss an eine große Rhône-Reportage "der ideale Rhône-Keller" mit gerade einmal 30 Flaschen zusammengestellt. Mit dabei, ein Vacqueyras von Amouriers, von dem Vinum meint: "Eine absolute Entdeckung."

Vin de Pays de Vaucluse 2009 R

Rebsorte(n) Grenache, Syrah, Merlot, Carignan.
Charakter Eher leicht vom Charakter, fruchtbetont, harmonisch, fein, anspruchsvoller Tischwein; im Duft Kräuter, etwas weißer Pfeffer und kleine schwarze Beeren.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 14 - 16 Grad.
Begleitung Rind und Lamm, Hausmannskost, Brotzeit.
Preis 6,90 Euro 0,75 Liter / 9,20 Euro Liter

Côtes du Rhône AC 2010 R

Rebsorte(n) Grenache, Mourvédre, Cinsault, Carignan, Syrah.
Charakter Dicht, fruchtig und geschmeidig, milde Gerbstoffe, leicht saftig mit sanftem Feuer.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 14 - 16 Grad.
Begleitung Rind, Lamm, Geflügel mit Wildgeschmack.
Preis 8,90 Euro 0,75 Liter / 11,87 Euro Liter

Vacqueyras AC 2009 R

Rebsorte(n) Grenache, Syrah sowie etwas Mourvédre und eine Spur Carignan.
Charakter In der Nase entfalten sich dunkle Noten, der Körper ist dicht und straff mit angenehm ausgewogener Säure und leicht adstringierenden, ebenfalls sehr ausgewogenen Tanninen.
Alkoholgehalt 15,5 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Dem Jahrgang 2009 spendiert Robert Parker 91 Punkte.

Begleitung Kräftige Gerichte von Rind, Lamm und Wild.
Preis 12,90 Euro 0,75 Liter / 17,20 Euro Liter

 

Château Saint Cosme, Gigondas

Die Qualitäten des Château Saint Cosme, seit 1490 in Familienbesitz, liegen nicht in ihrem Alter begründet, aber die uralten Keller, in welchen sich noch in den Fels gehauene Gärbehälter aus der Römerzeit finden, lassen ahnen, dass schon die Altvorderen die Besonderheit dieses Ortes erkannten. Stark kalkhaltige Böden, eine Ertragsbegrenzung auf durchschnittlich 27 hl/ha schon bei den Basisweinen, im Schnitt 60 Jahre alte Weinberge, ein Klima mit hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, streng selektive Handlese und eine Kellerarbeit die auf Filtration und Schönung verzichtet, machen die einzigartige Qualität der Weine von Louis Barruol aus.

Little James VDT R

Rebsorte(n) Grenache und andere.
Charakter Sehr reife, fast vergeistigte schwarze Beeren (Brombeere) bezaubern die Nase, am Gaumen zeigt sich sofort eine sanfte, reife, mundfüllende Frucht, eine belebende, fein austarierte Säure und ausgesprochen mildes Tannin. Für einen Vin de Table (in Wahrheit ein herabgestufter A. C. Gigondas) eine Wucht.
Alkoholgehalt 13,5 %, Trinktemperatur 14 - 16 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Robert Parker sagt: "Einer der phantastischsten und fast unglaublichen Weinwerte der südlichen Rhône!" Michel Bettane (Le grand guide des vins de France 2008) gibt ihm 15 von 20 Punkten, ein in dieser Preisklasse sensationeller Wert.
Besonderheiten Mit der aktuellen Abfüllung wird Neuland beschritten. Hier bekommt man nicht mehr wie allgemein üblich einen Wein aus einer Ernte, aus einem Jahrgang, vielmehr wurde eine Art Solera-System installiert. Das heißt: Wein aus neuen Jahrgängen kommt hinzu und wird mit den vorhergehenden Jahrgängen verschnitten. Der Bestand wird aber nie vollständig für die Abfüllung entnommen. So wird der Wein der zur Abfüllung gelangt über die Jahre stets vielschichtiger und komplexer. Barruol nennt ihn ‚vin de la Liberté', was meint, frei von den Reglementierungen des französischen Weingesetzes.
Begleitung Kräftige Hausmannskost, auch zu einem Tellerchen mit Oliven und feiner Wurst.
Preis 7,00 Euro 0,75 Liter / 9,33 Euro Liter

 

Les Cailloux, Châteauneuf-du-Pape

Zur Spitze der Appellation Châteauneuf-du-Pape gehört das mit 22 ha Reben eher kleine Weingut Les Cailloux, das von André Brunel, einer der "intellektuellsten Winzerpersönlichkeiten von Châteauneuf-du-Pape", geführt wird. Der Name des Gutes Les Cailloux leitet sich von den Kieselsteinen her, welche zwar nicht der einzige, jedoch der die optische Erscheinung prägende Bodentyp in Châteauneuf sind. Nachdem André Brunel in den 1970er Jahren in die Leitung des Famliliengutes eintrat, engagierte er mit Jean Luc Colombo einen der einfußreichsten Önologen des Rhônetals. Die Erträge wurden deutlich reduziert und der Ausbau der verschiedenen Rebsorten erfolgt äußerst differenziert. Inzwischen unter alleiniger Regie von André Brunel, werden die Trauben in manchen Jahren vollständig entrappt, in anderen nur zum Teil, es kommen Betonbehälter, traditionelle Holzfässer, aber auch Barriques und sogar emaillierte Behälter zum Einsatz.

Cuvée Sommelongue, Côtes du Rhône AC 2009 R

Rebsorte(n) Syrah, Grenache.
Charakter Kirsch- und Beerenfrucht, Nüsse und Mokka finden sich im Duft, am Gaumen kommt er packend mit praller, satter, leicht süßlicher Frucht, dabei dank leicht griffig-adstringenter Gerbstoffe straff und mit einem animierenden, irgendwie treibenden Moment.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen "A sexy wine and a poor man's Châteauneuf-du-Pape." So die von Robert Parker überlieferte Einschätzung des Sommelongue.
Begleitung Rind, Lamm, Gans.
Preis 9,90 Euro 0,75 Liter / 13,20 Euro Liter

 

Michel Chapoutier, Tain BIO

Das Haus Michel Chapoutier mit Hauptsitz in der Stadt Tain-l´Hermitage in der Weinbauregion Rhône wurde im Jahre 1879 von Polydor Chapoutier zunächst als Weinhandelshaus gegründet. Weinbau wurde von der Familie aber bereits seit dem Jahre 1808 betrieben. Im Jahre 1998 wurde die Firma in siebenter Generation von Michel Chapoutier übernommen. Er führte rigorose Änderungen durch. Alte Kastanienfässer wurden durch Barriques ersetzt. Die Erträge wurden so radikal reduziert, dass sich die Produktionsmenge auf die Hälfte reduzierte. Die Erzeugung wurde auf biologischen Anbau, zum Teil — bei den Lagenweinen, den Sélections Parcellaires — auf biodynamischen Anbau umgestellt. Chapoutier ist ein Perfektionist der zwei grundlegende Zielvorstellungen hat. Seine Weine sollen zum einen in ausgeprägter Weise das Terroir widerspiegeln und zum anderen hervorragende Essensbegleiter darstellen. Mit diesen Prämissen erzeugt eine ganze Palette an Weinen. Unter anderen in den Appellationen Hermitage, Crozes-Hermitage, Cote Rôtie, Châteauneuf du Pape, Côte du Rhône und Côteaux du Tricastin. Chapoutiers Weine werden von Weinfreunden wie von Fachleuten gleichermaßen geschätzt. Der amerikanische Kritiker Robert M. Parker nennt ihn einen "hell erstrahlenden Stern der Weinbereitungskunst am Himmel unseres Planeten" und auch sein britischer Antipode Hugh Johnson vergibt mit bis zu 4 Sternen immer wieder auch die Höchstnote.

La Bernardine Châteauneuf-du-Pape AC 2006 R

Rebsorte(n) Grenache mit wenig Syrah.
Charakter Obwohl die Appellation Châteauneuf du Pape bis zu 13 Rebsorten zuläßt besteht der Wein von Chapoutier fast ausschließlich aus Grenache mit etwas Syrah. Er wird im geschlossenen Betontank vergoren und ebenfalls im Tank ausgebaut. Heraus kommt ein Wein der im Gegensatz zu vielen anderen des Gebietes schon jung mit sanften, fast schmeichlerischen Gerbstoffen aufwartet. Schon im ersten Jahr nach der Ernte ist er absolut trinkbar. Das er dennoch nicht zu den Eintagsfliegen gehört, offenbart er durch sein phänomenales Standing. Über eine Woche hinweg entwickelt er sich in der offenen Flasche immer weiter, von nachlassen keine Spur. Im Übrigen kennzeichnet ihn eine pralle, fast dralle, dunkle Fruchtaromatik, leicht rauchig mit ausreichend Säure um den Wein sehr lebendig zu halten und ausreichend Tannin um ihm Stabilität zu geben, manchmal mit Aspekten von Pfeffer und einem Hauch Kühle.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Er begleitet natürlich auch einfachere Gerichte, aber Wild darf es gerne sein: Hase, Wildente, aber auch so kräftige dunkle Sachen wie geschmorter Ochsenschwanz. Das Haus Chapoutier empfiehlt Blutwurst mit kleinen kandierten Zwiebeln und Ziegenkäse.
Preis 26,90 Euro 0,75 Liter / 35,87 Euro Liter

 

Roussillon | Top

Domaine Força Real, Millas

Meist wird das südliche Frankreich salopp unter dem Namen Languedoc-Roussillon zusammengefasst, tatsächlich unterscheiden sich die beiden Regionen aber erheblich. Am östlichen Rand der Pyrenäen gelegen, gehört das Roussillon zu den wärmsten Gegenden Frankreichs und seine Bewohner verstehen sich als Katalanen! Während in der Ebene um Perpignan dies und das erzeugt wird, unter anderem die größte Menge an Vin doux naturel und das beste Frühgemüse Frankreichs, wird der wirklich interessante Wein in den Bergregionen gemacht. Hier, auf 400 m über N.N., auf den sehr kargen Schieferböden des "mythischen Hügels Força Real" (so der Guide Hachette), bewirtschaftet der Winzer Jean-Paul Henriquès Weinstöcke von Grenache, Syrah und Carignan. Insbesondere die Grenache, welche die Weine von Força Real dominiert, verleiht ihnen eine herrliche Frucht.

Mas de la Garrigue Côtes du Roussillon Villages AC 2009 R

Rebsorte(n) Grenache, Syrah, Carignan.
Charakter Leichte Kräuteraromen, etwas Gerbstoff und vor allem dichte intensive Beerenaromen bestimmen den Duft, am Gaumen Frucht en masse, regelrecht untermauert von einem kräftigen Gerbstoffgerüst. Letzteres wirkt sich stützend, strukturierend aus, weniger adstringierend. Richtig spannend machen ihn sein schieferiger, mineralischer Aspekt und die feine Säure, die ihn bei aller Üppigkeit sehr lebendig erscheinen läßt. Im Jahrgang 2009 reicher und üppiger denn je.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 14 - 16 Grad.
Begleitung Die regionale Küche Südfrankreichs, Gerichte von Schwein, Rind und Lamm, Cassoulet.
Preis 7,20 Euro 0,75 Liter / 9,60 Euro Liter

Domaine Força Real Côtes du Roussillon Villages AC 2009 R

Rebsorte(n) Grenache, Syrah, Mourvèdre.
Charakter Von der Anlage ist er dem Mas schon ähnlich, schließlich hat er die gleichen "Eltern", aber er ist ungleich gehaltvoller, dichter, potenzierter, auch feuriger. Mehr Frucht, mehr Mineralität, größere Komplexität und eine insgesamt reifere Anlage. Dennoch benötigt er mehrere Stunden offene Zeit — am besten dekantieren — bevor er sich in seiner ganzen Pracht zeigt.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 14 - 16 Grad.
Begleitung Die regionale Küche Südfrankreichs, Gerichte von Schwein, Rind und Lamm, Cassoulet.
Preis 10,90 Euro 0,75 Liter / 14,53 Euro Liter

 

Domaine Boudau, Rivesaltes

Die Domaine Boudau, ein echter Familienbetrieb, wird von den Geschwistern Véronique und Pierre Boudau geleitet. Die Böden Ihrer Weinbergslagen sind heterogen, oft von Kalk- und Ton geprägt, die Klone der Rebstöcke stammen teils aus bekannten Lagen in Châteauneuf-du-Pape und die Arbeit wird nicht nur sorgfältig sondern auch ökologisch gemacht. Seit die Revue du vin de France nach einer ausführlichen Verkostung von Weinen des Roussillon zwei Weine der Domaine auf eine Stufe mit bekannten Prestigeweinen stellte, kennt man das Gut als eines das qualitativ hochwertigen Wein zu erschwinglichen Preisen erzeugt.

Le Clos, Côtes du Roussillon A. C. 2010 R

Rebsorte(n) Grenache, Syrah, Carignan.
Charakter Die Nase ist verhalten, gedeckte Fruchtaromen mit vegetabilen Aspekten wie von einem Stoppelfeld oder Bast. Im Mund reife, satte rot-schwarze Frucht, sehr reich, auch zart mineralisch.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 14 - 16 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Im Herbst 2009 stellte Der Feinschmecker "11 Rotweine für den Herbst [vor], bei denen Preis und Leistung stimmen. Wahre Schnäppchen und die FEINSCHMECKER-Favoriten aus ganz Europa". Eines dieser Schnäppchen ist der Le Clos. Die Revue du vin de France zählt ihn schlicht zu den "grössten Weinen des Roussillon".
Begleitung Gulasch vom Rind zum Beispiel und ähnliche Gerichte.
Preis 8,90 Euro 0,75 Liter / 11,87 Euro Liter

Cuvée Henri Boudau, Côtes du Roussillon Villages A. C. 2009 R ausgetrunken

Rebsorte(n) Syrah, Grenache, Carignan.
Charakter Zurückhaltender Duft von "dunklen" Aromen: Früchte, Beeren, Schokolade, aber auch Kräuter, Liebstöckel, sehr vielschichtig, am Gaumen mit reicher, tiefer Frucht und Würze bei sanften Tanninen.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur um 16 Grad.
Begleitung Steak frites mit Salat; der französische Klassiker wäre ein exzellenter Partner.
Preis 11,90 Euro 0,75 Liter / 15,87 Euro Liter

Cuvée Padri, Côtes du Roussillon Villages A. C. 2009 R

Rebsorte(n) Mourvedre, Syrah, Grenache.
Charakter Der Wein duftet nach Kirschen (eingeweckt), ein wenig auch nach Holz und Tabak sowie nach pfeffrigen Aromen. Der Geschmack ist bestimmt durch schwarze Beerenfrucht, auch Heidelbeeren, tief, satt und konzentriert. Der Wein hat weiche, geschmeidige Tannine von sanftester Adstringenz.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Winterliche Schmorgerichte.
Preis 14,90 Euro 0,75 Liter / 19,87 Euro Liter

Cuvée Patrimoine, Côtes du Roussillon Villages A. C. 2010 R

Rebsorte(n) Grenache, Syrah, Carignan.
Charakter Gerbstoffe und tiefdunkle Frucht, auch Anklänge von Gewürz wie Pfeffer und Lorbeer bestimmen die Nase, den Gaumen überrollt eine hochkonzentrierte, reife Fruchtlawine, dabei geschmeidig und saftig. Gerbstoffe und Fruchtsäure, gleichwohl kaum wahrnehmbar, dirigieren die Fruchtfülle, verleihen Lebendigkeit.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Begleitung Wer ein saftiges Steak mag, der findet hier einen würdigen Partner.
Preis 17,90 Euro 0,75 Liter / 23,87 Euro Liter

Rivesaltes Grenat sur Grains, Vin doux naturel rouge 2009 R

Rebsorte(n) Grenache.
Charakter Alles was die Weine von Boudau charakterisiert trifft man auch im roten Vin doux naturel, aber gepaart mit aparter Süße und einem feinen, gleichsam glosenden Feuer.
Alkoholgehalt 15,5 %, Trinktemperatur um 16 Grad.
Begleitung Schokolade, auch als Mousse, Kaffee, Zigarre.
Preis 14,90 Euro 0,75 Liter / 19,87 Euro Liter

 

Languedoc | Top

Château Mansenoble, Moux

In den letzten zwei Jahrzehnten finden sich eine ganze Reihe von Seiteneinsteigern die der Versuchung nachgeben ihren eigenen Wein zu erzeugen. Einer davon ist der Belgier Guido Jansegers mit Frau Marie-Annick. Der frühere Journalist und Weinautor hat sich im Süden Frankreichs nahe Carcassonne niedergelassen und zeigt, salopp gesagt, den alteingesessenen Winzern was eine Harke ist.
Am Fuß des Montagne d'Alaric zieht man auf Böden von Lehm und Kalk, Sandstein und Mergel die im Corbières zugelassenen Rebsorten Carignan, Syrah, Grenache und Mourvèdre, aber auch Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Weine welche die letztgenannten Rebsorten enthalten dürfen folgerichtig nur als Vin de Pays auftreten.
Mittlerweile schätzt ihn die Fachwelt außerordentlich. Vins et Vignobles en France zählt ihn zu den Top-Ten des Languedoc und Robert Parker gar zu den besten Betrieben weltweit. Auch in den heimischen Gazetten flicht man ihm Elogen. Im Herbst 2010 trommelte Stuart Pigott in der FAS: "Guido Jansegers — Lichtgestalt im Languedoc: Seine Weine gehören zu den beeindruckendsten neuen Rotweinen in ganz Frankreich und sind für ihre hohe Qualität immer noch sehr günstig!"

Le Nez, Vin de Pays de Coteaux de Miramont 2009 R

Rebsorte(n) Merlot, Cabernet Sauvignon, Carignan.
Charakter Süße pralle Schwarzkirschen in der Nase und am Gaumen, die Gerbstoffe mürb, sanft, nur ganz zart adstringent, dabei kräftig, vollmundig und saftig.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 14 - 18 Grad.
Begleitung Mediterrrane Grillgerichte, Fisch wie Fleisch. Jansegers selbst empfiehlt ihn dezidiert zu Fisch, leicht gekühlt am besten.
Preis 7,00 Euro 0,75 Liter / 9,33 Euro Liter

Montagne d'Alaric, Corbières AC 2009 R

Rebsorte(n) Syrah, Grenache, Carignan.
Charakter Folgt man Stuart Pigott, dann verhält es sich mit dem Wein so: Er "vereint für den Süden Frankreichs ungewöhnlich strahlende Fruchtaromen (vor allem schwarze Johannisbeeren und Preiselbeeren) sowie eine lebendige Art mit der gewohnten Fülle dieser Weine. Keine Holznote stört das Bild, die sanftherben Gerbstoffe entstammen gänzlich der Traube. Das führt zu einer hervorragenden Ausgewogenheit für einen Rotwein dieser Preisklasse — bei einem Reifepotential in der Flasche von mindestens fünf Jahren".
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur 14 - 18 Grad.
Begleitung Mediterrrane Grillgerichte, Fisch wie Fleisch.
Preis 9,50 Euro 0,75 Liter / 12,67 Euro Liter

 

Domaine Clavel, Saint Bauzille de Montmel BIO

"Pierre Clavel, Antiheld" betitelte die Zeitschrift Vinum in der Ausgabe Nr. 5 von 1998 ein ausführliches Portrait des Winzers aus dem Languedoc. Die Redakteure zeigten sich ebenso von der Persönlichkeit Clavels beeindruckt wie von seinem Understatement.

"Man muss ihn einfach mögen, den Pierre. 'Soupière (Suppenschüssel), soul-Pierre, (betrunkener Peter)', spöttelt er mit dem singenden Akzent seiner Region und mit diesem entwaffnenden, jungenhaften Lächeln, das ihn auf Anhieb sympathisch macht. Und fasst rasch seine Biographie zusammen: 'Ich bin 37 Jahre alt. Mit 16 bin ich von der Schule weg. Habe mich als Ziegenhirt in den Cevennen versucht, Verkäufer von regionalen Spezialitäten, Weinhändler… Wein mache ich seit 1986.' Und damit basta."

Diese sympathische entwaffnende Einfachheit, die nicht mit Simplizität zu verwechseln ist, zeichnet auch seine Weine aus. Ein großer Trumpf dabei ist das Terroir 'La Méjanelle'. Es ist in der Bodenzusammensetzung nahezu identisch mit dem besten Terroir von Châteauneuf-du-Pape, die gleichen faustgroßen roten Kieselsteine. Es existieren aber größere Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht als an der Rhône, und vom Meer wehen frische Brisen, dies prägt die Charakteristik von Clavels Weinen: reife Frucht, große Fülle, aber auch eine für den französischen Süden erstaunliche Kühle und Frische.

Mescladis Rosé Coteaux du Languedoc AC 2010 Rs ausgetrunken

Rebsorte(n) Syrah, Grenache, Cinsault, Carignan, Mourvèdre.
Charakter Rote Johannisbeeren und feinere rote Früchte wie Himbeeren machen sich in der Nase bemerkbar, im Mund ist er leicht mineralisch und auch fruchtig, ein zarter Tanninhauch begleitet eine anregende Säure. Die größte Überraschung ist, neben seiner ausgezeichneten Qualität, wie lang der Nachklang noch im Gaumen präsent bleibt. Heuer kommt er leicht, geradezu unbeschwert.
Alkoholgehalt
12,5 %, Trinktemperatur 6 - 8 Grad.
Begleitung Mediterrrane Grillgerichte, Fisch wie Fleisch.
Preis 6,90 Euro 0,75 Liter / 9,20 Euro Liter

Le Mas Coteaux du Languedoc AC 2010 R

Rebsorte(n) Grenache, Carignan.
Charakter Intensive Wärme, Aromen von schwarzen Beeren, fruchtig, herb. Tannine mit angenehm spürbarer Präsenz, leicht adstringierend.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur um 16 Grad.
Begleitung Gerichte von Lamm und Rind, auch gegrillt, kräftiger Hartkäse.
Preis 6,90 Euro 0,75 Liter / 9,20 Euro Liter

Les Garrigues Coteaux du Languedoc AC 2008 R

Rebsorte(n) Syrah, Mourvèdre, Grenache.
Charakter Reife Fruchtaromen, große Fülle, verschwenderisch, dezente Note von Eukalyptus.
Alkoholgehalt 14 %, Trinktemperatur um 16 Grad.
Begleitung Gerichte von Lamm und Rind, auch gegrillt, kräftiger Hartkäse.
Preis 8,90 Euro 0,75 Liter / 11,87 Euro Liter

 

Château de la Negly, Fleury d'Aude/La Clape

Das Château de la Negly gehört mit zu jenen Gütern, welche dem Languedoc seit einigen Jahren die Aufmerksamkeit der interessierten Weinwelt sichern. Hier, auf der ehemaligen Insel La Clape, einem Kalksteinmassiv im Mittelmeer, Unterbezirk der Coteaux du Languedoc, entstehen unter der Patronage von Jean Paux-Rosset und dem Önologen Claude Gros neben handverlesenen Weinunikaten betörend dichte, fruchtige "Alltagsweine". Strikte Ertragsbegrenzung, Ernte erst bei Eintritt der physiologischen Reife, aufwendige Blattwerksarbeit, penible Auswahl der Trauben, Entrappung von Hand und, und, und. Der Guide Hachette registriert den Aufwand und erkennt das Ziel: "große Gewächse [zu] erzeugen". Und für R. M. Parker ist Negly gar "Bestes Weingut des Languedoc". Neben den Spitzenweinen ‚La Port du Ciel' und ‚Clos des Truffiers' (auf Anfrage) werden erfreulicherweise auch Weine erzeugt, welche sich der Normalsterbliche leisten kann.

La Côte Coteaux du Languedoc AC 2009 R

Rebsorte(n) Grenache, Carignan, Mourvédre.
Charakter Feine Beerendüfte, Oliven und Kräuter bestimmen die Nase, üppige dichte Frucht, samtige Tannine und trotz aller Wucht und Kraft auch Frische den Auftritt am Gaumen. Sehr nachhaltig.
Alkoholgehalt 14,5 %, Trinktemperatur 16 - 18 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Die Revue du Vin de France zählte den La Côte im Oktober 2007 zu den 50 größten Schnäppchen des Languedoc. Für R. M. Parker ist Negly gar "Bestes Weingut des Languedoc."
Begleitung Kräftige Gerichte von dunklem Fleisch, Gulasch.
Preis 9,90 Euro 0,75 Liter / 13,20 Euro Liter

La Falaise Coteaux du Languedoc AC 2009 R

Rebsorte(n) Syrah, Grenache, Mourvédre.
Charakter Kühle Cassis- und Brombeerdüfte sind vorherrschend, daneben finden sich Aspekte von Schokolade, Oliven und feine Rauchnoten. Auch im Mund bestimmen üppige, leicht süßliche schwarz-rote Beerenfrüchte den Auftritt, begleitet von sehr sanften Gerbstoffen. Ein Pfund für´n Groschen.
Alkoholgehalt 15 %, Trinktemperatur um 18 Grad.
Begleitung Kräftige Gerichte von dunklem Fleisch, Gulasch.
Preis 17,90 Euro 0,75 Liter / 23,87 Euro Liter

 

Provence | Top

Domaine de Fondrèche, Sébastien Vincenti, Mazan BIO

Die Domaine de Fondrèche, am Fuß des Mont Ventoux gelegen, ist eine alteingesessene Domaine mit bis zu 75 Jahre alten Rebstöcken, ihr Qualitätspotential wurde jedoch erst seit der Übernahme durch die Familie Barthélemy-Vincenti richtig erschlossen. Es waren die für die Produktion von Qualitätswein üblichen, unerlässlichen Maßnahmen, die den Erfolg brachten: Umstellen auf zunächst naturnahen, inzwischen biologischen Anbau, Ertragsreduzierung, innovatives, aber zurückhaltendes Arbeiten in einem sauberen Keller.

L' Instant Côtes-du-Ventoux Rosé AC 2010 Rs

Rebsorte(n) Grenache, Cinsault, Syrah.
Charakter Fein, leicht, frisch, belebend, mit traubig-kühler Frucht und zarten Gerbstoffen, so tritt er auf. Rassiger und finessenreicher denn je!
Alkoholgehalt 12 %, Trinktemperatur 6 - 8 Grad.
Bewertungen/Auszeichnungen Robert Parker gab 89 Punkte und bei einer Rosédegustation Südfrankreich des Magazins Der Feinschmecker kam er unter die besten 3. Für den 2009er Jahrgang gab der Guide Hachette 3 Sterne und den Coup de Coeur.
Begleitung Im Sommer eigentlich zu jeglicher leichten südfranzösischen Küche, bevorzugt gegrillte Fische, Lammkoteletts, scharfe Lammfleischwürstchen, Salate.
Preis 7,20 Euro 0,75 Liter / 9,60 Euro Liter

 

R Rotwein, W Weißwein, Rs Rose, S Süß/Edelsüß, BIO aus biologischem, ökologischem oder biodynamischem Anbau.

 

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